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Heinrich Institor, Hexenhammer

1)Dämonen versuchen oft die würdevollen Frauen durch Beischlaf zu verderben.

2)Aber besonders die Allerheiligen Zeiten des ganzen Jahres pflegen von allen Dämonen und bösen Engeln bedroht zu werden wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten.

3)Dieses geschieht deshalb, weil die Dämonen zu jenen Zeiten mit größerer Leichtigkeit mehrere Menschen in die Versuchung stürzen lassen.

4)Besonders aber greifen  sie  junge Mädchen an, die zu den Festtagen durch Muße und Neugier tollkühl werden, und dadurch umso leichte von den alten Hexen, die die Sklavinnen der Dämonen sind, verführt werden können.

5) Neulich ist ein (bestimmtes) Mädchen, und zwar eine besonders fromme Jungfer, eingeladen worden, an einem Feiertag von einer alten Frau, dass sie mit ihr die Treppen in die Kammer hinaufsteige, deswegen weil bestimmte junge, sehr gut aussehende Männer dort eingeschlossen seien.

6) Als jede zugestimmt hatte, befahl die vorangehende Alte dem hinaufsteigenden Mädchen, dass sie sich nicht bekreuzige.

7) Und obwohl jene zugestimmt hatte, wappnete sie sich dennoch heimlich mit jenem zeichen.

8) (wörtl. "aus dieser Sache heraus) Daher geschah es, dass, nachdem sie hinaufgestiegen und in das Zimmer eingetreten waren, das Mädchen niemanden erblicken konnte.

9)Denn die dort mit Sicherheit vorhandenen Dämonen, konnten dennoch ihre Gestalt in ihren angenommenen Leibern jener Jungfrau nicht zeigen, da nämlich dies die hochheilige Macht des Kreuzes verhinderte.

10+11) Die Alte aber verfluchte die Jungfer und sagte: "Im Namen aller Teufel, warum hast du dich bekreuzigt?"

12) Dies erfuhr ich/entnahm ich aus der reinen Beichte der Jungfer.  

 

S 20 (unten), zweite Textprobe 

1) Es geschieht oft, dass die Dämonen die gottesfürchtigen Jungfrauen zu verderben versuchen.

2) Bei der Beichte hörte ich eine Jungfer in Ordenskleidung, die gleich zu Anfang sagte, niemals einem Beischlaf zugestimmt zu haben.

3) Aber ich glaubte ihr nicht und trieb sie durch "Vernunft??" in die Enge.

4) Schließlich bekannte sie mit/unter Tränen, dass sie verdorben/ihrer Unschuld beraubt worden sei von einem Dämon und erzählte mir die graußige Geschichte.

5)Schon lange konnte sie sich weder durch das Zeichen des Kreuzes, noch durch Weihwasser von diesem Dämon befreien.

6) Als sie vor Pfingsten sich bei ihrer Äbtissin beklagte, dass sie es nicht wage zu schlafen wegen der schändlichen Belästigung des Dämons, da sagte die Äbtissin:

7) "Geh und schlafe sorglos und morgen will ich deine Pein auf mich nehmen.

8)Sie zog sich zurück, freute sich und schlief in Frieden. (wörtlich: Sich zurückziehend schläft jene sich freuend)

9)Die Äbtissin aber, die die auf sich genommene Pein nicht richtig einschätzte hört, als sie sich des Abends zur Ruhe begab, in ihrem Bett so etwas wie ein Schweindchen, das sich da bewegt und ziemlich zuckt und ohne einen Dämon zu vermuten, versucht sie,  nachdem si einen Spinnrocken ergriffen hatte, was immer es sei  zu vertreiben.

10) Sie legt sich wieder hin, aber ängstlich. Wieder gequält stand sie auf.

11) Schließlich fühlte sie und sah, nachdem sie die Bettdecke zurückgeschlagen hatte, dass sie belästigt wurde durch die Bosheit eines Dämons.  

21.12.06 17:23
 


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